1. Teil: Begriffe: Das müssen Sie wissen
1.1. Begriffe: Einnahmen und Ausgaben
Unter Einnahmen verstehen wir hier Geldbeträge, die in der Kasse, auf dem Postcheck- oder Bankkonto eingegangen sind, z.B.:
- Kasseneinnahmen
- Bankgutschriften auf einem Bankkonto
- Gutschriften auf dem Postcheckkonto
Unter Ausgaben verstehen wir hier Beträge, die wir aus der Kasse heraus bezahlt haben oder Beträge, die wir über die Bank oder das Postcheckkonto bezahlt haben. Z.B.:
- Kassenausgaben
- Bankbelastungen
- Belastungen auf dem Postcheckkonto
1.2. Begriffe: Einnahmen
Im Zusammenhang mit unserer Buchhaltung unterscheiden wir die folgenden Arten von Einnahmen:
1.2.1. Einnahmen: Umsätze, „Erträge‟: Einnahmen als Entgelt für unsere geschäftliche Tätigkeit. Mit ihnen tragen wir unseren geschäftlichen Aufwand und unseren privaten Lebensaufwand.
Sogenannte ausserordentliche Erträge: So nennt man Zinserträge auf Geschäftskonten bei Banken, Liegenschaftenerträge aus Geschäfts-Liegenschaften usw. Also: Erträge, die aus Geschäftsvermögen resultieren, aber nicht Entgelt für unsere geschäftlichen Aktivitäten sind.
1.2.2. Einnahmen: Privateinlagen: Geldbeträge, die wir aus unseren privaten Mitteln in das Geschäft stecken, z.B.
- Ueberweisungen von privaten Sparheften auf das Bankkonto des Geschäftes
- Unkostenzahlungen aus dem Portmonee des Chefs (Spesen, Klein-material, Büromaterial, Benzin usw.)
- Einlagen des Chefs in die Bürokasse
1.2.3. Einnahmen: „Transit‟, „Geldmittelkontokorrent‟: Zahlungen von einem Bankkonto auf das andere, auf das Postcheckkonto (oder umgekehrt...), Bezug aus dem Bancomat in die kleine Kasse, Einlage aus der Ladenkasse auf das Bankkonto.
Solche Transitzahlungen erscheinen auf einem Bank-, Postcheckkonto oder Kassenkonto als Ausgabe, auf einem anderen als Einnahme.
1.3. Begriffe: Ausgaben
1.3.1. Ausgaben: Zahlungen für geschäftlichen Aufwand („Unkosten‟): Unter „Unkosten‟ verstehen die Buchhalter Ausgaben, welche zur Erzielung der Umsätze nötig sind, also geschäftlich begründete Aufwendungen. Z.B.:
- Lohnzahlungen
- Personalnebenkosten
- Materialeinkauf, Wareneinkauf
- Betriebskosten
- Autokosten
- Strom, Wasser Gas
- Unterhalt und Reparaturen
- Verwaltungskosten
- Büromaterial
- Versicherungen
- Werbung, Spesen
1.3.2. Ausgaben: Anschaffungen über Fr. 2'500.--: z.B. Kauf eines neuen Autos, Mobiliar, Maschinen, Werkzeuge, technische Einrichtungen. Diese Anschaffungen werden über 3 - 5 Jahre hinaus abgeschrieben und nicht als Unkosten eines einzigen Jahres behandelt.
1.3.3. Ausgaben: Privatbezüge, Zahlungen für private Zwecke: über das geschäftliche Bank- oder Postcheckkonto werden auch private Zahlungen abgewickelt: Das Berufseinkommen des Chefs, z.B. Krankenkasse, private Miete, private Versicherungen, Vereinsbeiträge usw.
1.3.4. Ausgaben: „Transit‟, „Geldmittelkontokorrent‟: Zahlungen von einem Bankkonto auf das andere, auf das Postcheckkonto (oder umgekehrt...), Bezug aus dem Bancomat in die kleine Kasse, Einlage aus der Ladenkasse auf das Bankkonto.
Solche Transitzahlungen erscheinen auf einem Bank-, Postcheckkonto oder Kassenkonto als Ausgabe, auf einem anderen als Einnahme.
1.4. Begriffe: Konten und Kontenplan
Beispiel
Erfolgsrechnung
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Aufwand 3001 Wareneinkauf 4001 Löhne 4101 AHV, PK, SUVA usw. 4201 Miete, Strom, Wasser, Gas 4301 Unterhalt, Reparaturen 4302 Betriebsmaterial 4303 Autobetriebskosten 4401 Büromaterial, Verwaltung 4402 Geschäftsversicherungen 4403 Porti, Telefon, Fax 4501 Spesen, Werbung 4801 Abschreibungen Ertrag 6001 Verkäufe 6002 Ertrag aus Arbeiten |
Bilanz
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Aktiven Umlaufvermögen, flüssige Mittel 1001 Kasse 1002 Bank Uebriges Umlaufvermögen 1101 Debitoren 1102 Transitorische Aktiven Anlagevermögen 1701 Mobiliar 1702 Maschinen + Werkzeuge 1703 Büromaschinen 1704 Fahrzeuge Passiven Fremdkapital 2001 Kreditoren 2002 Transitorische Passiven 2101 Darlehen Vater 2998 Provisorische Buchungen 2999 Transit Eigenkapital 2201 Privatbezüge Inhaber 2211 Eigenkapital |
1.5. Begriffe: zu den Konten
Unser Beispiel: Ihr Kontenplan wird vom obigen Beispiel abweichen. Nicht jeder Betrieb ist gleich.
1.5.1. Begriffe: „Konto‟: Z.B. Kasse, Bank, Privatbezüge, Wareneinkauf, Betriebskosten, Erträge usw. Also z.B. Kostenträger, Kostenstellen, Vermögenspositionen usw.
1.5.2. Begriffe: „Kontonummer‟: z.B.
1001 für Kasse,
3001 für Wareneinkauf
usw.
1.5.3. Begriffe: „Kontenplan‟: Liste aller Konten einer Buchhaltung
1.5.4. Begriffe: „Kontieren‟: BEISPIEL. Es wird eine einzelne Zahlung auf einem Bank-Zahlungsauftrag „kontiert‟. Damit wird dem Buchhalter angezeigt, für welches (z.B.) Aufwandkonto (z.B. Wareneinkauf) die Zahlung geleistet wurde. Sie setzen z.B. Die Kontonummer 3001 hinter Ihre Zahlung von Fr. 4'200.00 im Zahlungsauftrag vom 15. Mai 20..
Die Kontierung erfolgt also mit den Kontennummern aus Ihrem Konten-plan. Kontiert werden Bankbelege, Kontenauszüge, Zahlungsaufträge, Kassenbücher. Sie zeigen dem Buchhalter an, wofür eine Zahlung eingegangen ist, oder wofür Sie bezahlt haben.
1.5.5. Begriffe: Bankkonto, Kontonummer, Begriffsverwirrungen: Kein Fach-Chinesisch ohne Begriffsverwirrungen:
Im Kontenplan Ihrer Buchhaltung hat Ihr Bankkonto eine Kontonummer: z.B.
1002 Bank.
Ihre Bank hat Ihrem Bankkonto ebenfalls eine Kontonummer gegeben. Sie ist ellenlang und besteht aus vielen Zahlen und Buchstaben, z.B.
M1E 455688.993 Kreditkonto.
Der Chef hat den Ueberblick und unterscheidet klar zwischen der
Kontonummer des Bankkontos im Kontenplan seiner Buchhaltung
und der Bank-Kontonummer: z.B.
1002 Bank UBS M1E 455688.993

